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Bebauung in Leipzig / Engelsdorf

Bebauung in Leipzig / Engelsdorf

Kategorie: Artenschutz

Projektname: Erarbeitung eines Artenschutzrechtlichen Fachbeitrages für das Vorhaben: „Bebauung der Flurstücke 223/36, 222/1 und 223/43 der Gemarkung Sommerfeld in Leipzig / Engelsdorf“
Auftraggeber: HELMA Wohnungsbau GmbH, Lehrte
Plangebietsgröße: 0,5 ha
Zeitraum: Juni bis November 2018

Auf den Flurstücken 223/36 und 222/1 sowie auf Teilen des Flurstückes 223/43 der Stadt Leipzig plante die HELMA Wohnungsbau GmbH den Neubau von 22 Reihenhäusern mit Stellplätzen und Terrassen. Die Zufahrt soll über den „Alten Marktweg“ aus Richtung Südost und eine neu zu errichtende Zufahrtsstraße (Planstraße A) erfolgen.
Das Plangebiet liegt im Nordosten der Stadt Leipzig, südöstlich des Paunsdorf Centers. Es ist zum überwiegenden Teil mit einem dichten Gehölzbestand bestockt. Neben Pioniergehölzen im Stangenholzalter und einer dichten Strauchschicht sind einige Altbäume in den Baumbestand eingestreut. Die südwestliche Grenze wird von einer Weißdorn-Haselnuss-Hecke gebildet, deren nordöstlicher Rand fließend in das Pioniergehölz übergeht. Im Bereich der Hecke wurde neben Grünschnitt auch Müll abgelagert. Über das Flurstück 223/43 verläuft als Verbindung zwischen dem „Alten Marktweg“ und „Zur Grünen Ecke“ ein Trampelpfad, welcher abschnittsweise kleinflächig von Ruderalfluren begleitet wird. Auf dem Flurstück 223/36 stehen ein ruinöser Schauer sowie ein weiteres ruinöses Gebäude, bei welchen nur noch die Grundmauer erhalten sind.
Das Vorhabensgebiet liegt im Geltungsbereich des rechtskräftigen Bebauungsplanes „2. Vorzeitiger Bebauungsplan südlich der B 6 Engelsdorf/Leipziger Straße“, 1996.
Seitens der Stadt Leipzig wurde die Erstellung eines Artenschutzrechtlichen Fachbeitrages gefordert.
Als Grundlage für die Artenschutzrechtliche Prüfung waren Bestandsaufnahmen zu Brutvögeln und Zauneidechsen durchzuführen. Alle weiteren, relevanten Arten wurden einer Potentialanalyse unterzogen, wobei es vorhandene Daten (Rasterverbreitungskarten, Abfrage aus der Ornitho-Datenbank etc.) zu nutzen galt. Es waren vorhandene Flächennutzungs- und Biotoptypen zu kartieren sowie Vegetationsaufnahmen zu erbringen. Die durch ein Vermessungsbüro bereits kartierten und eingemessenen Gehölze waren auf das Vorhandensein von artenschutzrechtlich relevanten Strukturen zu überprüfen.
Ein Erhalt vorhandener Gehölze konnte aus baulichen Gründen nicht erfolgen. Aus diesem Grund mussten eine Vielzahl von Vermeidungsmaßnahmen entwickelt werden, um ein Auslösen der Verbotstatsbestände bezüglich der im Sinne der worst-case-Betrachtung potentiell vorkommenden Anhang IV Arten (insbesondere Fledermäuse und Eremit) zu verhindern.
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