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Betroffenheitsabschätzung Maschinen- und Lagerhalle

Betroffenheitsabschätzung Maschinen- und Lagerhalle

Kategorie: Artenschutz

Projektname: Erstellung einer artenschutzrechtlichen Betroffenheitsabschätzung für das Vorhaben: „Bau einer landwirtschaftlichen Maschinen- und Lagerhalle mit Werkstatt, Büro- und Sozialbereich; Flurstück 135/1 der Gemarkung Kleinböhla“
Auftraggeber: Geiß-Hussel GbR, Lampertswalde
Plangebietsgröße: 2,3 ha
Zeitraum: Juni bis Juli 2018

Die Geiß-Hussel-GbR plante auf dem Flurstück 135/1 der Gemarkung Kleinböhla eine landwirtschaftliche Maschinen- und Lagerhalle mit Werkstatt sowie Büro- und Sozialbereich zu errichten. Die Hauptzufahrt ist im Osten über das Flurstück 222/3 der Gemarkung Lampertswalde und die rückwärtige Zufahrt im Süden über das Flurstück 135/1 der Gemarkung Kleinböhla vorgesehen.
Für das geplante Bauvorhaben wird überwiegend intensiv genutztes Ackerland beansprucht. Nur kleinflächig wird ein ca. 2 m breiter Straßenrain durch die neuen Zufahrten überbaut. Auf den beanspruchten Flächen stehen keine Gehölze, das Gebiet ist durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung entsprechend vorbelastet. Östlich des Vorhabensgebietes befindet sich eine Geflügelmastanlage. Im Süden, außerhalb der vom Vorhaben beanspruchten Flächen, sollen sich nach Aussage der UNB drei geschützte Biotope befinden.

Aufgrund der ackerbaulichen Nutzung und der damit einhergehenden Vorbelastung des Plangebietes wurde es als ausreichend erachtet, eine Artenschutzrechtliche Betroffenheitsabschätzung (ABA) durchzuführen. Als Datengrundlage für diese wurde eine Flächennutzungs- und Biotoptypenkartierung durchgeführt und Daten aus der Multi-Base-Datenbank wurden abgefragt. Im Ergebnis der ABA stand fest, dass eine Betroffenheit von Arten nach Anhang IV der FFH-Richtlinie oder europäischer Vogelarten -unter der Voraussetzung dass Vermeidungsmaßnahmen vollzogen werden-ausgeschlossen werden kann. Eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung gemäß § 44 Abs. 5 Satz 2 bis 4 musste nicht erbracht werden.
Weiterhin wurde durch die IB HAUFFE GBR geprüft, inwieweit sich südlich des Vorhabensgebietes gesetzlich geschützte Biotope befinden. Bei der Geländebegehung konnten ein Rohrglanzgrasröhricht und ein Waldsimsensumpf sowie einige Baumruinen mit Baumhöhlen kartiert werden, welche die Kriterien für ein gesetzlich geschütztes Biotop nach § 30 BNatSchG und § 21 SächsNatSchG erfüllen. Die IB HAUFFE GBR erarbeitete eine Vermeidungsmaßnahme, die einen Eingriff in die gesetzlich geschützten Biotope verhindern soll.
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