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Windpark Großbardau

Betroffenheitsabschätzung Hofstelle Thronitz

Kategorie: Artenschutz

Projektname: Erstellung einer Artenschutzrechtlichen Betroffenheitsabschätzung (ABA) für das Vorhaben: „Errichtung einer neuen Hofstelle mit Maschinenhalle, Trockner, Annahmebox, Fahrzeugwaage und Getreidelagerboxen am Standort 04420 Markranstädt, OT Thronitz, Ackerweg Gemarkung Thronitz Flur 1, Flurstück 44/1“
Auftraggeber: Quesitzer Agrar GmbH
Plangebietsgröße: ca. 1,9 ha
Zeitraum: Januar 2018

Die Quesitzer Agrar GmbH plante auf einer ackerbaulich genutzten Fläche die Errichtung einer neuen Hofstelle. Die Zufahrt zu der neuen Hofstelle sollte parallel zu einem bestehenden Weg über Ackerland erfolgen.
Für das geplante Bauvorhaben wird überwiegend intensiv genutztes Ackerland beansprucht. Nur kleinflächig wird ein ca. 4 m breiter, ruderaler Wegrain durch die neue Zufahrt überbaut. Im gesamten Untersuchungsgebiet befinden sich keine Gehölze, das Gebiet ist durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung entsprechend vorbelastet. Nordwestlich, außerhalb des Untersuchungsgebietes, liegt das Gelände der Biogasanlage Thronitz.
Im Zuge der Artenschutzrechtlichen Betroffenheitsabschätzung galt es zu prüfen, ob die arten-schutzrechtlichen Verbotstatbestände nach § 44 Abs. 1 i.V.m. Abs. 5 BNatSchG bezüglich der gemeinschaftsrechtlich geschützten Arten (Arten des Anhangs IV der FFH-Richtlinie, alle europäischen Vogelarten), bei Umsetzung des Vorhabens erfüllt werden könnten bzw. war zu ermitteln und darzustellen, ob sich aufgrund der Biotopausstattung und der Lage des geplanten Eingriffs der begründete Verdacht ergibt, dass Arten nach Anh. IV der FFH-Richtlinie oder europäische Vogelarten betroffen sein könnten. Wären andere Arten betroffen, ist unabhängig von deren Schutzstatus § 44 Abs.5 Satz 5 einschlägig.
Eine Betroffenheit von Arten nach Anhang IV der FFH-Richtlinie oder europäischer Vogelarten konnte -unter der Voraussetzung dass Vermeidungsmaßnahmen vollzogen werden- im Ergebnis der ABA ausgeschlossen werden. Eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung gemäß § 44 Abs. 5 Satz 2 bis 4 musste nicht durchgeführt werden.
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