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Brauchwasserbrunnen Oschatz

Brauchwasserbrunnen Oschatz

Kategorie: Verträglichkeitsprüfungen

Projektname: FFH – Erheblichkeitsabschätzung für das Vorhaben: „Erhöhung der Grundwasserentnahmemenge der Brauchwasserbrunnen auf dem Gelände der Kläranlage Oschatz“
Auftraggeber: Abwasserverband „Untere Döllnitz“
Plangebietsgröße: 4,5 ha
Zeitraum: 2015

Aufgrund von Umbaumaßnahmen (z.B. Neubau der Fäkalannahme), durch Verstärkung von Kanalreinigungsarbeiten und da der Betriebsablauf der Kläranlage Oschatz optimiert wurde, ist der Bedarf an Brauchwasser in der Kläranlage Oschatz gestiegen. Um diesen Bedarf zu decken, muss die mittlere jährliche Entnahmemenge von 41.975 m³ auf 70.000 m³ gesteigert werden.
Im Süden grenzt das FFH-Gebiet "Döllnitz und Mutzschener Wasser" in der Döllnitzaue unmittelbar an das Kläranlagengelände an.
Die angrenzenden Flächen des FFH-Gebietes sind laut FFH-Managementplan als Habitatflächen für Biber, Fischotter und Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling ausgewiesen; zudem ist das angrenzende Grünland, nach Aussage des Managementplanes, Bestandteil einer "Flachland-Mähwiesen" (Lebensraumtyp-6510) mit z.T. größeren Beständen des Großen Wiesenknopfes.
In der FFH - Erheblichkeitsabschätzung galt es zu prüfen, ob die Erhöhung der Grundwasserentnahme den Erhaltungszielen des FFH-Gebietes Döllnitz und Mutzschener Wasser entgegensteht oder ob dies ausgeschlossen werden kann.
Im August und September 2015 erfolgten Ortsbegehungen zur Bestandsaufnahme. Dabei war insbesondere die Fragestellung zu klären, ob im Umfeld der Brunnen Lebensräume von gemeinschaftlicher Bedeutung vorkommen.
Im Ergebnis stand fest:

  • Die im Untersuchungsgebiet vorkommenden Biotoptypen erfüllen nicht (mehr) die Kriterien für Lebensraumtypen von gemeinschaftlichen Interessen. Dies gilt insbesondere auch für das Grünland im Untersuchungsgebiet), für welches darüber hinaus eingeschätzt werden musste, dass eine kurz- bis mittelfristige Wiederherstellung als Flachland-Mähwiese nicht möglich sein wird.
  • Die Erhöhung der Grundwasserentnahme hat keine Auswirkungen auf Vogelarten, Amphibien, Wirbellose von gemeinschaftlichem Interesse.
  • Die Erhöhung der Grundwasserentnahme hat keine Auswirkungen auf Vegetationsbestände und Biotope im Umfeld. Sowohl Gehölze als auch Gras- und Krautfluren sowie Grünlandflächen bleiben unverändert.

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