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Göselcanyon

Göselcanyon

Kategorie: Artenschutz

Projektname: Erstellen eines Artenschutzrechtlichen Fachbeitrages für das Vorhaben: „Errichtung einer Fuß- und Radwegbrücke zur Querung des Göselcanyons“
Auftraggeber: IBB – Ingenieurbüro für Bauplanung und Beratung GmbH
Plangebietsgröße: 1,8 ha
Zeitraum: 2016, ökologische Bauüberwachung 2017

Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBVmbH) plant nordwestlich von Dreiskau-Muckern (Gemeinde Großpösna) eine Fuß- und Radwegbrücke zur Querung des Göselcanyons zu errichten.
Der Göselcanyon erfüllt die Kriterien für ein „natürliches oder naturnahes fließendes Binnengewässer einschließlich Ufer“ und ist geschützt nach § 30 BNatSchG. Aufgrund der Nähe zu dem gesetzlich geschützten Biotop und der derzeit im Bestand vorhandenen Biotopausstattung sollen in einem Artenschutzrechtlichen Fachbeitrag, insbesondere die Arten (-gruppen) Avifauna und Herpetofauna betrachtet werden.
Als Datengrundlage für den Artenschutzrechtlichen Fachbeitrag erfolgten 2016 Erfassungen der Artgruppen Amphibien und Reptilien sowie eine Brutvogelkartierung innerhalb des Untersuchungsgebietes. Die Ortsbegehungen wurden darüber hinaus dazu genutzt, das Untersuchungsgebiet hinsichtlich seiner Bedeutung als Lebensraum einzuschätzen. So wurden die Gehölze auf das Vorhandensein von artenschutzrechtlich relevanten Strukturen (Höhlen, Spalten, abblätternde Rinde etc.) untersucht. Weiterhin standen die im Rahmen der Naturschutzfachlichen Einschätzung, welche ebenfalls durch die IB Hauffe GbR erarbeitet wurde, erhobenen Aufnahmen zu Pflanzen und Biotoptypen innerhalb des Untersuchungsgebietes zur Verfügung. Auch wurde als Bearbeitungsgrundlage ein Auszug aus der Multi-Base-Artdatenbank ausgewertet.
Besonderes Augenmerk bei der Entwicklung der Vermeidungsmaßnahmen wurde auf die im UG nachgewiesene Zauneidechse gelegt. Auch galt es zu berücksichtigen, dass in den Steilwänden des Canyons Eisvogel, Bienenfresser und Uferschwalben potentiell Brutröhren anlegen können.
Es wurden Vermeidungsmaßnahmen entwickelt, die ein Auslösen der Verbotstasbestände verhindern sollten. Das fachgerechte Durchführen der entwickelten Maßnahmen wurde durch unser Büro im Zuge der ökologischen Baubegleitung überwacht.
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