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Grundschule Kleinzschocher, Leipzig

Grundschule Kleinzschocher, Leipzig

Kategorie: Artenschutz

Projektname: Erstellen eines Artenschutzrechtlichen Fachbeitrages für das Vorhaben: Neubau vierzügige Grundschule mit Sporthalle in Kleinzschocher am Standort Rolf-Axen-Straße in 04229 Leipzig
Auftraggeber: Stadt Leipzig/Amt für Gebäudemanagement
Plangebietsgröße: 1,5 ha
Zeitraum: 2017

Die Stadt Leipzig plant den Neubau einer 4-zügigen Grundschule mit Sporthalle für 504 Grundschulplätze auf dem Gelände einer ehemaligen Industriebrache in Leipzig Kleinzschocher. Südlich der Baumannstraße und westlich der Rolf-Axen-Straße befindet sich das ca. 1,4 ha große, zwischenbegrünte Areal, welches seit 2006 dem Quartier als Öffentlicher Freiraum zur Verfügung steht.
Im Rahmen des Bebauungsplanes „Grüner Bahnhof Plagwitz“ wurde von IB Hauffe 2014 ein Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag erstellt, welcher das gesamte Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes einschließlich des geplanten Grundschulstandortes betrachtete (vgl. Projekt Grüner Bahnhof Plagwitz). Untersucht wurde 2014 die Herpeto- und Avifauna sowie die Artgruppe Fledermäuse. Dabei gelangen im Umfeld des zukünftigen Grundschulstandortes Nachweise der Zauneidechse und der Wechselkröte.
Die Kartierergebnisse aus dem Jahr 2014 zu Brutvögeln, Fledermäusen sowie zur Wechselkröte und zur Zauneidechse waren dem AFB2017 zu Grunde zu legen und durch neue Erfassungsarbeiten bzgl. der Zauneidechse und der Avifauna zu aktualisieren. Auch sollte bei Vorhandensein entsprechender Futterpflanzen innerhalb des Untersuchungsgebietes eine Erfassung des Nachtkerzenschwärmers durchgeführt werden. Alle weiteren, relevanten Arten galt es einer Potentialanalyse zu unterziehen. Die 2014 vorgenommene Biotopkartierung sollte aktualisiert werden und es waren Vegetationsaufnahmen zu erbringen.
Im Ergebnis der Erfassungen und der Potentialanalyse stand fest, dass die Zauneidechse im westlichen Teil des Vorhabensgebietes vorkommt. Es wurde eine Maßnahme zur Schaffung eines Zauneidechsenlebensraumes im Bereich des zukünftigen Schulgartens entwickelt. Für alle weiteren Arten oder Artengruppen, die (potentiell) im Gebiet vorkommen könnten, wurden Vermeidungsmaßnahmen erarbeitet. Ein Auslösen der Verbotstatsbestände des § 44 BNatSchG ist bei fachgerechter Umsetzung der entwickelten Maßnahmen nicht zu prognostizieren.
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