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Wegeverbindung Karl-Heine-Kanal

Wegeverbindung Karl-Heine-Kanal

Kategorie: Artenschutz

Projektname: Erstellen eines Artenschutzrechtlichen Fach-beitrages für das Vorhaben: „Wegeverbindungen Am Kanal / Saarländer Straße in 04179 Leipzig“
Auftraggeber: Stadt Leipzig/Amt für Gebäudemanagement
Plangebietsgröße: 0,5 ha
Zeitraum: 2017

Im Bereich westlich der Saalfelder Straße sollen neue Wegeverbindungen für Fußgänger und Radfahrer geschaffen werden. So sieht das geplante Vorhaben eine Wegeverbindung von der Saarländer Straße zur Straße Am Kanal vor. Die geplante Wegeverbindung folgt dabei einem ehemaligen Anschlussgleis am Westrand des UGs bis zur Luisenbrücke. Schienen, Schwellen, Gleisschotterkörper und Unterbau sind zum Teil vorhanden.
Das Untersuchungsgebiet stellt sich im südlichen und zentralen Teil als ein Mosaik aus jungen bis mittelalten Gehölzbeständen, Ruderalfluren- teilweise mit Gehölzaufwuchs sowie Brombeergebüschen dar. Der südliche Zipfel ist aufgrund eines Brombeeren/Waldrebengebüsches nicht mehr passierbar. Stellenweise sind innerhalb des UG kleinflächig noch freie, unbewachsene Gleisschotterflächen erkennbar. Der nördliche Abschnitt besteht aus einer ruderalisierten Rasenansaat ohne Gehölzbestand. Weiterhin befinden sich innerhalb des UGs schmale, zum Teil bewachsene Stützmauern.
2017 wurde eine Brutvogelkartierung und eine Erfassung der Zauneidechsen durchgeführt. Auch wurden die Gehölze auf das Vorhandensein von artenschutzrechtlich relevanten Strukturen geprüft.
Der Nachweis von Zauneidechsen gelang nicht. Auch gelangen keine relevanten Beibeobachtungen anderer Vertreter der Herpetofauna (wie beispielsweise Blindschleiche, Ringelnatter, Erdkröte etc.) bei den Erfassungsarbeiten im UG. Ein Vorkommen von Arten aus der Artgruppe der Herpetofauna konnte auf Grundlage der Erfassungsarbeiten ausgeschlossen werden.
Ein Nachweis von Futterpflanzen, die für die Nachtkerzenschwärmerraupen in Frage kommen, gelang an wenigen Stellen innerhalb des UGs. Es konnten zwei vorjährige, vertrocknete Nachtkerzen und ein Weidenröschen nachgewiesen werden, so dass ein Vorkommen des Nachtkerzenschwärmers nicht ausgeschlossen werden konnte. Im Juni und Juli 2017 erfolgten deshalb Tagesbegehungen, bei der die im Untersuchungsgebiet kartierte, potentielle Futterpflanze (Epilobium-Art) auf die direkte Anwesenheit von Raupen sowie auf Fraßspuren, welche auf eine Anwesenheit hindeuten, abgesucht wurde. Die vertrockneten, vorjährigen Nachtkerzen kamen als Futterpflanze nicht mehr in Frage. Im Rahmen der durchgeführten Untersuchung konnten auf den Untersuchungsflächen keine Raupen und keine adulten Tiere des Nachtkerzenschwärmers nachgewiesen werden. Ein Vorkommen der Art innerhalb des Untersuchungsgebietes konnte ausgeschlossen werden.
Bezüglich der nachgewiesenen Vogelarten im Vorhabensgebiet wurden Vermeidungsmaßnahmen erarbeitet um das Auslösen der Verbotstatsbestände zu verhindern.
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