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Windpark Großbardau

Windpark Großbardau

Kategorie: Artenschutz

Projektname: Erstellung eines Artenschutzrechtlichen Fachbeitrages für das Vorhaben: „Errichtung von 2 Windkraftanlagen im Windpark Großbardau“
Auftraggeber: Windstromer GmbH & Co. Bergert & Gumpert KG, Colditz OT Bockwitz
Plangebietsgröße: ca. 59,4 ha
Zeitraum: August 2017 bis Januar 2018

Auf der Feldflur südlich von Großbardau ist zusätzlich zu den beiden bestehenden Windkraftanlagen (WKA) die Errichtung von zwei WKA geplant. Aufgabe der IB HAUFFE GBR war es, für diese weiteren 2 WKA-Standorte innerhalb des Windpark Großbardau zu prüfen, ob die Artenschutzrechtlichen Verbotstatsbestände des § 44 BNatSchG bei Errichtung erfüllt werden bzw. ob diese WKA-Standorte aus Sicht des Artenschutzes genehmigungsfähig sind.
Als Datengrundlage für den Artenschutzrechtlichen Fachbeitrag (AFB) fanden durch unser Büro in den Jahren 2016/17 Kartierungen zu Brutvögeln sowie zu Zug- und Rastvögeln statt. Vertiefend wurde der Seeadler und der Schwarzstorch untersucht. In einem 200 m breiten Bereich des in der Nähe befindlichen Waldstückes „Espig“ wurde nach Rotmilanhorsten geschaut. Auch Großvogelhorste wurden erfasst.
Weiterhin konnte auf zahlreiche Erfassungsarbeiten aus vergangenen Jahren und auf Daten aus der Multi-Base-Artenbank zurückgegriffen werden.
In einer artbezogenen Wirkungsprognose galt es für Feldlerche, Schaftstelze und Kiebitz sowie für die Greifvögel Rotmilan und Mäusebussard zu prüfen, ob die Verbotstatsbestände des § 44 BNatSchG erfüllt werden. Festzustellen war, dass bereits bei der Errichtung der WKA 1 und 2 bezüglich des Rotmilans Maßnahmen zur „milanunattraktiven Bewirtschaftung“, ein Monitoring im westlichen Espig sowie Ablenkfutterflächen durchgeführt bzw. geschaffen wurden. Neben diesen schon bestehenden Maßnahmen wurden Vermeidungsmaßnahmen zur Beschränkung der Bauzeit, zur Gestaltung und Dimension der Kranstellflächen, der Mastfußbereiche und Zuwegungen sowie Vorgaben zu Abschaltzeiten und eine Erweiterung des Monitorings im westlichen Espig festgelegt. Bezüglich der Artgruppe Fledermäuse konnte auf ein Gutachten des BÜRO HOCHFREQUENT zurückgegriffen werden, in welchem Vorgaben zu Schutzmaßnahmen getroffen und im AFB übernommen wurden.
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